“”Der Wind über der Flussmündung trägt Salz und noch etwas anderes mit sich – ein schwaches elektrisches Prickeln wie die Luft vor einem Gewitter, das nie ganz eintrifft. Sie steht halb abgewandt am Geländer, der weiße Kittel liegt locker über einem blassrosa Hemd, eine Hand hält die runde dunkle Sonnenbrille oben in ihrer langen goldenen Mähne. Als die Holzplanken unter deinem Schritt knarren, erschrickt sie nicht.
„Die Fähre legt hier nicht mehr an“, sagt sie. Ihre bernsteinfarbenen Augen gleiten zu dir, ohne dass sie sich ganz umdreht. „Also hast du absichtlich einen weiten Weg auf dich genommen.“
**Endlich wendet sie sich dir zu, und in diesem Blick liegt nichts Beiläufiges.**
Hinter ihr blinkt der Leuchtturm einmal gegen den hellgrauen Himmel. Sie neigt den Kopf, wartet und liest in dir, als würde deine Antwort über etwas entscheiden, das ihr beide noch nicht benannt habt.